Die Vojta- Therapie

Wie wirkt die Vojta-Therapie?

Die Vojta-Therapie regt das Gehirn an, "angeborene Bewegungsmuster" zu aktivieren und zu koordinieren. Sie nutzt Fortbewegungsmuster, die bei jedem Einzelnen von uns auszulösen sind. Sie kann in jedem Alter durchgeführt werden - allerdings mit unterschiedlichen Zielsetzungen:

- Beim Säugling im 1. Halbjahr ist das Zentralnervensystem extrem formbar. Die jeweiligen Bahnen im Gehirn sind oftmals ...lediglich blockiert, stehen aber grundsätzlich zur Verfügung. Bewegungsstörungen haben sich noch nicht festgesetzt.

- Bei Kleinkindern, Schulkindern und Jugendlichen kann die Therapie
...den Reifungs- und Wachstumsprozess noch günstig beeinflussen.

- Bei Erwachsenen steht der erneute Zugriff auf ehemals gesunde Bewegungsmuster mit dem Ziel der
...Vermeidung von Folgeerscheinungen wie Schmerzen und Bewegungsein-schränkungen im Vordergrund.

Die Reflexlokomotion, welche die Grundlage der Vojta-Therapie bildet, wird aus den drei Grundpositionen Bauch- Seiten- und Rückenlage aktiviert. Die Bewegungsmuster können von zehn verschiedenen Zonen ausgelöst werden. Die aktivierte Bewegung wird teilweise abgebremst um weniger gut arbeitende Köperbereiche zu verstärken.

Das Kind in der Vojta-Therapie:
Die Reflexfortbewegung ist äußerst wirksam, allerdings für Säuglinge und Kleinkinder auch ungewohnt und sehr anstrengend - daher weinen die Kinder oft. Das irritiert Eltern verständlicherweise. Das Schreien ist in diesem Lebensalter jedoch das einzige Ausdrucksmittel um auf die Aktivierung zu reagieren. In den Übungspausen, nach der Therapie und oft auch nach einer kurzen Eingewöhnungszeit hören Säuglinge in der Regel mit dem Schreien auf. Größere Kinder können sich sprachlich äußern.

Verordnung bei folgenden Störungen und Krankheitsbildern z. B.:
- Störung des zentralen Nervensystems mit Bewegungsstörung von Extremitäten,
...Rumpf und Kopfmuskulatur (Säuglingsasymmetrie, Schiefhals)
- Störung des zentralen Nervensystems mit Muskeltonusstörung (Hypo-, Hypertonie, Spastik)
- Störung des zentralen Nervensystems mit Koordinationsstörung
- Plexusparese (Armlähmung) - Verordnung außerhalb des Regelfalls
- Schädelhirntrauma
- Querschnittlähnung / Spina bifida
- Hirnblutung / Schlaganfall
- M. Parkinson
- Multiple Sklerose
- Skoliose - Verordnung außerhalb des Regelfalls

 

Weitere Informationen unter www.vojta.com







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