Gestützte Kommunikation
Facilitated Communication
( FC )


In der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation (ISAAC) werden alle Kommunikationshilfen zusammengefasst, die bei Menschen mit Körperbehinderung und Kommunikationsbeeinträchtigung angewendet werden und die Lautsprache ergänzen oder ersetzen.

Bei der gestützten Kommunikation handelt es sich um eine Vorgehensweise, die es manchen nicht- oder wenig-sprechenden körperlich beeinträchtigten Menschen den Zugang zu den Kommunikationshilfen ermöglichen soll. Die Unterstützung besteht in einer physischen, kommunikativen und interaktiven Hilfestellung, die als Stütze bezeichnet wird. Die Stütze hat das Ziel, dem FC-Nutzer eine zuverlässige Zeigebewegung z.B. auf Objekte, Bilder oder Buchstaben zu erlernen, zur Verbesserung der Kommunikation. Durch die physische Stütze werden neuromotorische Probleme verringert und funktionale Bewegungsmuster trainiert.

Ziel dieser Unterstützung ist die sukzessive Zurücknahme der Hilfestellungen. Das Training kann bis zum unabhängigen Zeigen, der selbständigen Nutzung eines Kommunikationsgerätes und zur Erweiterung von Handlungskompetenzen führen.

In Deutschland wird die gestützte Kommunikation seit 1990 angewendet. Informations- und Fortbildungsveranstaltungen haben dazu beigetragen, dass FC bundesweit bekannt wurde. Es wurden regelmäßig überregionale Fachtagungen organisiert, auf denen wissenschaftliche Projekte und Forschungen vorgestellt wurden. Innerhalb des Bundesverbandes "autismus Deutschland" wurde die Arbeitsgemeinschaft FC (AG FC) gegründet. Um eine Qualitätssicherung der bisher geleisteten Arbeit zu erreichen, schloss sich eine Gruppe erfahrener Seminarleiterinnen aus dem Kreis der AG FC im Frühjahr 2000 zum FC NETZ DEUTSCHLAND zusammen, das zweimal im Jahr Arbeitstreffen abhält. Das FC NETZ DEUTSCHLAND bietet ein Curriculum an, um qualifizierte Stützerinnen fortzubilden.





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